30Aug

10 wichtige Facebook Privatsphäre-Einstellungen, die jeder kennen sollte

10 wichtige Facebook Privatsphäre-Einstellungen, die jeder kennen sollte

Facebook-Nutzern ist die Privatsphäre sehr wichtig. So ist es kein Wunder, dass nach anhaltender Kritik in allen möglichen Medien, das Interesse daran gestiegen ist, seine Onlinesicherheit auf Facebook zu garantieren. Man muss es eben selbst in die Hand nehmen. In dieser Anleitung möchte ich auf 10 Einstellungen eingehen, die man mindestens angeschaut und konfiguriert haben sollte. Also klicken wir mal auf "Weiterlesen".

Dieser Artikel ist für die Facebook-Seite facebook.com/fb.privatsphaere geschrieben.






Vorwort

Auch wenn jeder seine Privatsphäre im Internet schützen möchte, sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass das Internet grundsätzlich einen öffentlichen Raum darstellt. Man sollte sich nicht auf technische Funktionen, die soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder auch XING bieten, verlassen. Keine Software arbeitet komplett fehlerlos - denn Menschen erstellen Software.

Man sollte sich im Internet stets verhalten, wie in der realen Öffentlichkeit.

1. Freundeslisten verstehen und nutzen

Was bei Google+ die Circles sind, sind bei Facebook Freundeslisten. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, seine Inhalte nur bestimmten Personen zugänglich zu machen. Sobald man diese Funktion verstanden hat, ist man quasi ein Facebook-Poweruser. Es braucht zwar einige Zeit, bis man alles eingerichtet hat, aber einmal eingerichtet kann man in Zukunft diese Freundeslisten überall nutzen.

Freundeslisten ermöglichen das organisierte Gruppieren von Kontakten auf Facebook. Zum Beispiel könnte man eine Liste für die Kontakte des Schachclubs erstellen. Wenn man in Zukunft eine Statusmeldung erstellt, kann man festlegen, ob diese einzelne Meldung nur diesen Freunden oder allen, außer diesen Freunden angezeigt werden soll. Man kann unendlich viele Listen erstellen, man sollte sich aber auf wenige sinnvolle konzentrieren

Das sollte man wissen:

  • Freunde können mehreren Listen hinzugefügt werden. Ein guter Freund kann ja auch im Schachclub sein.
  • Freundeslisten können spezielle Privatsphäre-Einstellungen zugewiesen werden

Übliche Freundeslisten sind "Freunde", "Familie" und "Beruflich" - eventuell ist es ratsam den Listen keine eindeutigen Namen zu vergeben, falls mal neugierige Blicke auf den Bildschirm wandern und man sich dann mit der Frage konfrontiert sehen muss, warum man denn in der Liste "Nervensäge" abgelegt ist. Es gibt keine Limitierung was die Anzahl der Freundeslisten betrifft.

So geht's:

  • Besuche Konto >> Freunde bearbeiten.
  • Oben rechts ist ein Button "+ Liste erstellen", den man anklickt
  • Ein Popup öffnet sich, in dem man den Namen der Liste vergeben und Freunde zu dieser hinzufügen kann.

WICHTIG: Der Job ist noch nicht erledigt. Wir haben jetzt zwar Listen erstellt, aber diese müssen auch noch ihre Anwendung finden, wie bei Fotoalben, Statusmeldungen etc. Das wird noch in den nächsten Abschnitten erklärt.

2. Sich aus der Facebook-Suche entfernen

Eine Bekannte von mir ist Lehrerin, und das erste, was sie mich gefragt hat, nachdem sie frisch auf Facebook registriert war, wie sie verhindern kann, dass ihre Schüler sie finden können. Sie möchte natürlich keine Details ihres Privatlebens ihren Schülern offenlegen.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Einstellungen anzeigen.
  • Dort dann unter "Nach dir auf Facebook suchen" auf "Einstellungen bearbeiten".klicken.
  • Hier kann man auswählen zwischen "Alle/Öffentlich", "Freunde von Freunden" und "Freunde"

Am Ende auf "OK" klicken und das war's.

3. Aus der Google-Suche verschwinden

Grundsätzlich wird das eigene Facebook-Profil in der Google-Suche gefunden - wenn man nach dem Namen sucht, der in Facebook angegeben wurde. Auch wenn man seine Einstellungen so vornimmt, das man scheinbar ruhigen Gewissens auf Facebook Inhalte teilen und interagieren kann, so läuft man dennoch Gefahr, dass eigene Inhalte auf den Seiten der Freunde gefunden werden können. Denn die eigenen Freunde habe eventuell nicht den Anspruch wie Sie als Leser dieses Artikels (daher bitte diesen Artikel auf Facebook teilen), die Einstellungen durchzugehen und ggf. anzupassen.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Bearbeite deine Einstellungen (unten links).
  • Unter dem Punkt "Öffentliche Suche" klickt man auf "Einstellungen bearbeiten"
  • Hier entfernt man den Haken bei "Öffentliche Suche aktivieren"

4. Verhindern des bekannten Foto-Markierungs-Problems

Man kennt die Horrorszenarien: Ein Mitarbeiter sieht ein Bild von der letzten Party mit einer Flasche Bier in der Hand, auf dem man unwissentlich markiert wurde. Die Dinge nehmen ihren Lauf und die berufliche Laufbahn ist gefährdet.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Benutzerdefinierte Einstellungen.
  • Unter der Rubrik "Dinge, die andere Personen teilen" klickt man auf "Einstellungen bearbeiten"
  • Hier kann man nun angeben, welche Personen/Freundeslisten diese Dinge sehen darf und wer nicht

Man könnte jetzt die Einstellung "Benutzerdefiniert" vornehmen und dort "Nur ich" auswählen. Dann würde aber niemand mehr diese Bilder sehen. Facebook Nutzer möchten aber gerne Bilder mit engen Freunden teilen ohne die berufliche Karriere auf's Spiel zu setzen. Hat man eine Freundesliste "Gute Freunde" und eine Freundesliste "Beruflich", so kann man die Einstellungen wie folgt vornehmen.

So geht's:

  • Bei "Dies sichtbar machen für" wählt man "Bestimmte Personen..." und im Feld darunter gibt man die Freundesliste ein, die die Bilder sehen darf. In diesem Fall die Liste "Gute Freunde".
  • Bei "Das vor folgenden Personen verbergen" gibt man die Liste "Beruflich" ein
  • Jetzt nur noch "Einstellung speichern" klicken. Das war's

5. So schützt man seine Fotoalben

Im vorherigen Abschnitt habe ich erklärt, wie man markierte Fotos kontrolliert. Jetzt gibt es aber noch die selbsthinzugefügten Fotos - die Fotoalben. Auch hier kann man seine im Punkt 1 angelegten Freundeslisten nutzen

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Benutzerdefinierte Einstellungen.
  • Unter der Rubrik "Dinge, die andere Personen teilen" klickt man auf den Link "Privatsphäre-Einstellungen für bestehende Fotoalben und Videos bearbeiten."
  • Hier werden alle eigenen Fotoalben übersichtlich aufgelistet. Unter jedem Album ist der bekannte Button, um Freundeslisten auszuwählen. Hier können nach dem bekanntem Muster Personen/Freundeslisten ausgewählt bzw. blockiert werden.

6. Verhindern des "Post-Breakup" Facebook-Effekts

Was soll das bedeuten? Die Antwort ist simpel und ein interessantes Phänomen auf Facebook. Sobald eine Frau/ein Mädchen ihren Beziehungsstatus zu "Single" ändert, reagieren viele männliche Nutzer mit sympathischen Antworten auf den neuen Beziehungsstatus. Ich persönlich sehe daran nichts verwerfliches, aber es ist doch ein amüsantes Spiel - für Außenstehende. Nicht aber für die Betroffenen. Auch dagegen ist ein Kraut in Facebooks-Einstellungs-Dschungel gewachsen. Man kann nämlich das automatische Posten des geänderten Beziehungsstatuses auf die Startseite verhindern.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Benutzerdefinierte Einstellungen.
  • Unter der Rubrik "Dinge, die ich teile" findet man den Punkt "Beziehungen".
  • Hier klickt man auf den nebenstehenden Button und wählt "Nur ich". Das war's

Natürlich kann man hier wieder Freundeslisten benutzerdefiniert auswählen - das bleibt jedem selbst überlassen. Man sollte in einem sozialen Netzwerk aber eventuell auf seinen Ex-Partner Rücksicht nehmen

7. Kontrollieren, auf welche informationen Anwendungen zugreifen können

Vorab muss man hier etwas die Luft aus den Segeln der Privatsphäre-Verfechter nehmen. Nicht jede Anwendung benötigt sinnloserweise bestimmte Profilinformationen. Dieser Zugriff ist oft gerechtfertigt, das muss man von Fall zu Fall abwägen. Einfach den gesunden Menschenverstand einschalten, dann ist die Gefahr gering, dass man einer Anwendung Zugriff gewährt, die mit den bereitgestellten Informationen Unfug anstellt.

Grundsätzlich haben Anwendungen - dazu gehören Spiele, Horoskope und andere Applikationen - Zugriff auf alle öffentlichen informationen

Dazu gehören: Name, Profilbild, Geschlecht, Wohnort, Freunde und Seiten. Weitere Freigaben können auf einer Extraseite eingesehen und bearbeitet werden.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Einstellungen bearbeiten (unter Anwendungen und Webseiten).
"Anwendungen, die du verwendest"

Hier werden alle Anwendungen und Webseiten aufgelistet, die man auf Facebook verwendet oder Webseiten, die man mit Facebook verbunden hat. Bei Klick auf den nebenstehenden Button kann jede einzelne Anwendung oder Webseite entfernt werden. Des weiteren können bei jedem einzelnen Punkt nachträglich die Zugriffseinstellungen konfiguriert werden.

"Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind"

Wenn ein Freund beispielsweise eine Grußkarten-Applikation benutzt, muss die Applikation das Geburtsdatum des Empfängers kennen. Hier kann man in den Einstellungen festlegen, auf welche informationen Freunde über Anwendungen zugreifen dürfen.

8. Kontaktinformationen privat halten

Ich selbst nutze Facebook aus sowohl privaten als auch geschäftlichen Gründen. Nachdem ich Freundesanfragen von Personen akzeptiert habe, mit denen ich keine enge Verbindung habe, musste ich mir Gedanken machen, wie ich das trenne, denn ich habe meine Kontaktdaten angegeben. Da macht es natürlich Sinn, bestimmten Personen diese Details zugänglich zu machen bzw. zu verweigern. Hier zeige ich, wie diese privat gehalten werden können.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Benutzerdefinierte Einstellungen.
  • Unter der Rubrik "Kontaktinformationen" kann für jeden einzelnen Punkt (Anschrift, Chat-Benutzernamen, E-Mailadressen und Telefonnummern) bestimmt werden, welchen Freundeslisten diese zugänglich gemacht werden.

Falls man diese Daten allgemein, eintragen, aktualisieren oder löschen möchte, so geht man auf sein Profil, klickt in der linken Navigation auf "Info", scrollt ganz nach unten zu den Kontaktinformationen und klickt auf den Link "Bearbeiten".

9. Peinliche Pinnwandeinträge vermeiden

Angenommen ein Freund schreibt etwas entblößendes auf die eigene Pinnwand. Das kann man selbst unter Umständen noch ganz witzig finden und die guten Freunde vielleicht auch. Aber der Geschäftskollege könnte ein falsches Bild davon bekommen. Hier gilt es festzulegen, wer die Pinnwandeinträge anderer auf der eigenen Pinnwand sehen kann.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Benutzerdefinierte Einstellungen.
  • Unter der Rubrik "Dinge, die andere Personen teilen" findet man den Punkt "Pinnwandeinträge von Freunden".
  • Hier klickt man auf den nebenstehenden Button und bestimmt die Personen/Freundeslisten, die Zugriff haben sollen.

10. Freundschaften privat halten

Ja, jeder möchte der ganzen Welt zeigen, wie viele Kontakte man hat und wie beliebt man ist. Doch es gibt berechtigte Gründe, die Freunde vor anderen zu verbergen. Eine der größten voyeuristischen Aktivitäten auf Facebook ist es, die Freunde anderer durchzuschauen. Oder konkreter: Marketingleute und Promoter suchen sich potentielle Personen raus, um diesen Werbung zu senden. Das muss nicht sein. Auch dafür gibt es eine Einstellung, die man vornehmen kann.

So geht's:

  • Man besucht Konto >> Privatsphäre-Einstellungen >> Einstellungen anzeigen (ganz oben).
  • Unter dem Punkt "Deine Freundesliste anzeigen" kann nebenstehend wieder genau eingestellt werden, wer die eigenen Freunde sehen kann - damit schützt man ganz nebenbei auch seine eigenen Freunde.
  • Wer niemandem zeigen möchte, welche Kontakte man hat, wählt die "Benutzerdefinierte Einstellungen" und wählt dort "Nur ich".

Nachwort

Ich habe auf facebook.com/fb.privatsphaere schon mehrmals darauf hingewiesen, dass es nichts hilft, nur die eigene Privatsphäre auf Facebook zu schützen. Nur die Sensibilisierung des Themas unter seinen Freunden kann zum gewünschten Effekt führen. Daher sollte man den Artikeln vor allem seinen Freunden zeigen, denn man selbst ist ja jetzt schon ein Facebook-Privatsphäre-Profi :).

Bei Fragen oder Anregungen einfach hier unten kommentieren.

Kommentare (166)

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.

Abbrechen Sende Kommentar...

Autor: Thomas Venugopal

In diesem Firmenblog schreibe ich über Wichtiges und Belangloses aus dem getimo productions Office. Themenanregungen nehme ich auch gerne an.