Nachdem Google+ mit transparenten Privatsphäre-Einstellungen auf viel Liebe bei den Nutzern gestoßen ist, muss Facebook nun nachziehen. Die Erkenntnis ist nämlich: gibt man den Nutzern mehr Kontrolle darüber, was sie mit wem teilen, so teilen sie mehr. Im Folgenden möchte ich auf alle Änderungen detailliert eingehen. Es kann sein, dass die neuen Funktionen noch nicht für alle Nutzer verfügbar sind, aber das wird in den nächsten Wochen bei allen ankommen.
Bisher musste man sich durch viele Unterpunkte hangeln, um zu den entsprechenden Einstellungen zu gelangen. Nun werden die entsprechenden Kontrollinstrumente direkt dort angezeigt, wo sie auch Wirkung zeigen. Das erhöht die Transparenz und erleichtert den Überblick ungemein. An den verschiedenen Stellen (Fotoalben, Fotos) erscheint jetzt ein neues Symbol, über das man (auch nachträglich) die Freigabeoptionen bearbeiten kann.
Die wohl wichtigste Änderung, die viele Nutzer begrüßen werden ist die Möglichkeit, Markierungen erst freigeben zu müssen. Bislang wurden Bilder, auf denen man von einem Freund markiert wurde, umgehend auf der Profilseite angezeigt. Das kann mitunter sehr unangenehme Folgen gehabt haben. Erst nach der Freigabe der Markierung wird diese auch anderen angezeigt. Natürlich kann man die Markierung auch ablehnen.
Auch dem Markeirungsspam wird somit Einhalt geboten, wurde man doch mitunter auf Flyern oder anderen Werbungen verlinkt, um die Reichweite zu erhöhen.
Nämlich auf dem Profil! Die Funktion zu "So sieht dein Profil für deinen Freund aus" gibt es zwar schon recht lange, doch musste man sich mit Klickorgien herumschlagen, da man bei jeder Veränderung der Einstellungen jedes mal zwischen den Seiten wechseln musste. Nun ist die Funktion direkt oben im Profil integriert. Genau wie bei Google+ es seit Anfang an ist.
Für viele Nutzer war es oft unklar, was sichtbar für "Alle" genau bedeutet. Hier wurde lediglich die Begrifflichkeit in "öffentlich" geändert. Das ist auf jeden Fall transparenter
Bisher konnte man nur Freunde oder Seiten in Beiträgen und Fotos markieren, mit denen man verbunden war. Das ist ab jetzt nicht mehr nötig. Aber keine Panik - da man nun Markierungsfreigaben steuern kann, ist das nur logisch.
Um seinen Aufenthaltsort anzugeben, gab es den Button "Orte" - dieser wurde nun so integriert, dass man ihn in allen Beiträgen nutzen kann. In der Teilen-Dialogbox steht dies nun zur Auswahl. Auch andere Personen lassen sich dort markieren.
Konkurrenz belebt das Geschäft. Nachdem das neue Google Netzwerk Google Plus gezeigt hat, wie es geht, muss Facebook nachziehen. Doch diese Änderungen sind noch nicht allumfassend. So lassen sich Schreibfehler nicht korrigieren oder unglücklich formulierte Sätze nicht nachträglich ändern. Der gesamte Beitrag muss gelöscht werden. Es gibt noch einige Punkte, die man verbessern kann, aber mal schauen, was Facebook uns noch bieten wird.
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